Wie können Gestaltung und Design Begegnung, Austausch und Teilhabe ermöglichen? Dieser Frage widmete sich die Kompaktwoche ›Planen, gestalten, streiten‹ mit Studierenden aus Industriedesign, Innenarchitektur, Informationsdesign und Conceptual Fashion Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Ausgehend von theoretischen Impulsen und Good-Practice-Beispielen erkundeten die Teilnehmenden den Stadtraum in Halle. Dabei wurden unterschiedliche soziale Knotenpunkte im öffentlichen Raum untersucht. Durch Beobachtungen, Gespräche und Kartierungen wurden soziale Dynamiken sichtbar gemacht und kritisch reflektiert. Erste Eindrücke, Wahrnehmungen und Zusammenhänge wurden so herausgearbeitet und als Ausgangspunkt für gestalterische Fragestellungen genutzt. Die Analysen blieben dabei bewusst skizzenhaft und explorativ, um Raum für das Erproben unterschiedlicher Methoden zu geben.
Auf der Grundlage dieser Untersuchung entwickelten die Studierenden eigene Entwürfe und Interventionen entlang verschiedener Entwurfswege: Sie vertieften Beobachtungen zu konkreten Fragestellungen, erprobten ortsspezifische Interventionen im öffentlichen Raum oder entwickelten mobile Dialogformate, die Begegnung und Austausch mit unterschiedlichen Menschen ermöglichen. Einige Konzepte wurden prototypisch umgesetzt und im Stadtraum getestet.
Die Kompaktwoche verstand Gestaltung als gesellschaftliche Praxis – als Mittel, um Beziehungen, Begegnung und Dialog zu gestalten.